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Velika

velika

Die Menschenstadt Velika dominiert die südliche Hälfte Aruns. Sie dient als politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Valkyon-Föderation. Obwohl die Stadt weit von der Front entfernt liegt, kreisen die Gedanken der Bürger Velikas ständig um den Krieg gegen die Argonen. Die Architektur Velikas ist noch immer atemberaubend, doch Engpässe, Krisen und Kriminalität werfen einen Schatten auf das Leben in der Stadt der Räder.

Die sprühende Lebenskraft der Stadt ist ansteckend - selbst wenn ihre Bürger von Kriegssorgen geplagt werden. Vielen, die einmal in Velika waren, fällt es schwer, wieder in die Holzfällerstädte und Bauerndörfer im Südlichen Arun zurückzukehren.

Das Rad der Velik, ein 150 Meter hohes Zahnrad im Zentrum der Stadt, zeigt den Verlauf der Zeit, seit es von der Göttin Velik vor 500 Jahren in Bewegung gesetzt wurde. Das innere Rad versorgt die ganze Stadt mit magischer Kraft und treibt die Industrie Velikas voran. Die Stadt der Räder ist auch bekannt für ihre Bildhauerkunst - dazu zählen insbesondere die vielen Falken, die Veliks Gefolgsmännern zu Ehren erschaffen wurden, und auch die dreißig Meter hohe Statue der Göttin selbst, die sie in vollem Jägerornat zeigt.

 

Geschichte

Unter allen sterblichen Völkern waren die Menschen die einzigen, die nie Städte oder große Imperien schufen. Ein Fluch ihres Schöpfers Gidd lag über den Menschen, der sie dazu verdammte, zwanzig Jahrhunderte lang als Nomaden umherzuwandern. Als die Wanderschaft der Menschen schließlich ein Ende hatte, suchten sie sich einen Ort, auf den nicht bereits andere Völker Anspruch erhoben hatten.

Erschöpft vom Heiligen Krieg der Götter erschuf die Jagdgöttin Velik unterdessen einen Palast auf den Ebenen des Südlichen Arun. Dann verkündete sie, dass in dem Gebiet, das die Falken überschauen konnten, die vor ihren Fenstern rasteten, "dem Spiel aus Krieg und Schmerz" ein Ende gesetzt sei. Danach betrat sie ihren Palast und schloss die Tore hinter sich.

Von dieser göttlichen Friedenserklärung angezogen, versammelten sich immer mehr Menschenklans um Veliks Palast. Innerhalb eines Jahrhunderts entstand eine provinzielle, einfache Stadt. Velik begann, in den Straßen der Stadt umherzulaufen – erst unerkannt, dann in ihrer wahren Gestalt - und half den Bürgern beim Aufbau. Schließlich erschuf sie das Rad der Velik, das sich bis heute dreht.

Velika wurde in ganz Arun und Shara als Ort des Friedens bekannt und Kriegsflüchtlinge kamen von überall her, um in der Stadt der Räder ein neues Leben zu beginnen. Der Bedarf der Einwohner nach Nahrung und Unterkünften zehrte an den Kräften Velikas, und zwischen alteingesessenen Bürgern und Neuankömmlingen traten Spannungen auf. Durch die Unterschiede der Völker  wurde die Spaltung noch vorangetrieben. Denn die meisten Neuankömmlinge waren nicht menschlicher Natur – im Gegensatz zu den ursprünglichen Bewohnern.

 

Revolution

Die Krise erreichte ihren Höhepunkt, als Velikas Aristokraten, die Stammesoberhäupter der ersten dort angesiedelten menschlichen Klans, mit Gewalt versuchten, alle nichtmenschlichen Wesen aus der Stadt zu vertreiben. Protestmärsche in den neuen Wohngegenden führten zu gewaltsamen Übergriffen auf beiden Seiten. An einigen Orten marschierten Wachmänner der menschlichen Aristokratie durch die Straßen und verhafteten oder töteten jedes nichtmenschliche Wesen, das ihnen über den Weg lief. Anderswo gewannen kampflustige Banden die Oberhand und zogen raubend durch die Wohngebiete der Menschen.

Die Gewalt, die sich um ihren Palast herum abspielte, zog Veliks Zorn auf sich. Als die Sonne über der brennenden Stadt unterging, schritt Velik durch die Straßen und nahm jedem das Leben, der verwegen genug war, ihre Verkündung zu missachten. Hunderte starben in dieser "Nacht der Schwarzen Pfeile" - egal ob Mensch oder nicht.

Am nächsten Morgen wappnete sich die Stadt für weitere gewaltsame Übergriffe und eine weitere Nacht folgte, in der Veliks Pfeile auf beiden Seiten Leben auslöschten. Eine hastig ins Leben gerufene Versammlung von bis dahin neutralen Händlern entschied sich, die nichtmenschlichen Wesen zu unterstützen - eine Entscheidung, die sowohl aufgrund vorheriger Rivalitäten mit adligen Menschenfamilien als auch einer Abschätzung der Siegchancen in diesem Konflikt gefällt wurde. Unterstützt von der Händlergarde gelang es den nichtmenschlichen Wesen, die Aristokraten aus der Stadt zu vertreiben. Sie löschten die Brände und brachten die Stadt wieder in Ordnung. Bei Einbruch der Nacht hielt ein jeder die Luft an und betete, dass Velik erkennen würde, dass der Kampf ein Ende hatte und die Göttin somit vom ihrem Todesfeldzug absehen würde.

In dieser Nacht blieb Velik in ihrem Palast, was von den Händlern und nichtmenschlichen Wesen als stille Anerkennung ihrer Bemühungen interpretiert wurde. Es folgten angespannte, hitzige Zusammenkünfte, während sich Velika weg von der Oligarchie hin zur Demokratie entwickelte. Gallian, ein Philosoph, der eine Elfe zur Mutter und einen Menschen zum Vater hatte, war der Erste, der zum Stadtoberhaupt ernannt wurde.

Als Kind zweier Kulturen war Gallian perfekt dafür geeignet, die erste wirklich multikulturelle Gesellschaft anzuführen. Von den Elfen übernahm Gallian die Rechtsgrundsätze: Gesetze werden durch demokratische Prozesse erlassen und nicht durch die Anordnung eines Tyrannen. Von den Menschen übernahm Gallian die egalitären Grundsätze: Jeder in Velika ist ungeachtet seiner Volkszugehörigkeit oder seines Glaubens berechtigt, seinen Teil zur Stadt beizutragen und mitzubestimmen. Unter der Führung Gallians stieg Velika aus der Asche der Bürgerunruhen empor und herrschte seither nahezu über das ganze Südliche Arun.

 

Velika heute

Heute, fünfhundert Jahre nachdem sich die ersten Menschen nahe Veliks Palast niederließen, ist Velika die Hauptstadt der Valkyon-Föderation. Sie ist die größte Stadt des Kontinents Arun und der weltweite Dreh- und Angelpunkt für Reisen und Handel. Tausende pilgern jedes Jahr zu den Versammlungsstätten im Südosten der Stadt, wo Gallian seine legendäre "Ich bin ein Kind Aruns"-Rede hielt.

Die meisten Besucher betreten die Stadt durch die Handelstore im Norden und Westen Velikas, doch die Wohlhabenden und diejenigen mit guten Beziehungen nutzen stattdessen die Pegasusplattform. Viele bleiben unter der kupfernen "Willkommenskuppel" kurz stehen, um sich zurechtzufinden, bevor sie Velikas schluchtartige Straßen erkunden.

Obwohl die Stadt weit entfernt von der Front liegt, ist auch Velika auf Krieg eingestellt. Oft werden neue Rekruten der Armee der Valkyon-Föderation auf dem Vorplatz der Bewaffneten Legion gedrillt und im Garnisonshauptquartier sitzen Offiziere grübelnd über ihren Landkarten. Der große Handwerksbasar, die Kreationswerkstätte, stellt nun weit mehr Schwerter als Pflugmesser her. Die Bürger haben sich an die Kürzungen gewöhnt, doch das bedeutet nicht, dass sie sich nicht darüber beschweren.

Letztendlich ist Velika insofern vom Argonenkrieg betroffen als sie ihrer namhaften Garde der Falkenwappen beraubt wurde, die einst für Sicherheit auf den Straßen sorgte. Die Valkyon-Föderation sandte diese Elitekräfte der Stadt an die Front im Nördlichen Shara. Nun sind gewisse finstere Verbündete im Besitz eines verbrecherischen Elementes - und halten vielleicht noch größere Gefahren bereit.

 

Informationen

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Quelle: TERA Europe


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